Rikschastandort in Oberfranken werden!

Förderausschreibung "Rikschas für Oberfranken" der Adalbert-Raps-Stiftung fördert gesellschaftliche Teilhabe. Jetzt bis zum 31. August 2021 bewerben!

20.7.2021

Mit ihrer aktuellen Förderausschreibung "Rikschas für Oberfranken" verfolgt die Adalbert-Raps-Stiftung das Ziel, die gesellschaftliche Teilhabe in Oberfranken durch ein Mobilitätsangebot zu stärken. Das Konzept hinter den „Rikschas für Oberfranken“ ist dabei denkbar einfach: (Ehrenamtliche) Pilot*innen unternehmen gemeinsam mit mobilitätseingeschränkten Menschen Ausflüge in die nahe Umgebung und schenken ihnen so ein Stück mehr Lebensqualität.

Einfache Idee, große soziale Wirkung

Im Rahmen der Förderausschreibung können sich interessierte Organisationen bei der Adalbert-Raps-Stiftung um eine Förderpartnerschaft für eine Rikscha bewerben. Ihre Organisation erhält eine Rikscha zur freien Verfügung und ist im Gegenzug für die Organisation und Nutzung der Rikscha für mobilitätseingeschränkte Personen verantwortlich. Was konkret die Förderpartnerschaft beinhaltet und was wir im Gegenzug von Ihnen erwarten, lesen Sie weiter unten.

So einfach ein Rikschastandort gestartet werden kann, so groß ist die soziale Wirkung:

Aktive gesellschaftliche und soziale Teilhabe

Mobilitätseingeschränkte Menschen können nicht (mehr) aus eigener Kraft aktiv am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilnehmen. Mit der Rikscha wird eine Möglichkeit geschaffen, Orte in der nahen Umgebung wieder zu erreichen und mit anderen Menschen und der Umwelt im Austausch zu sein. (Bewegungs-)Freiheit und gesellschaftliche sowie soziale Teilhabe gehen Hand in Hand. Die Passagier*innen erleben sich wieder als Teil der Gemeinschaft und andersherum werden sie für die Gesellschaft wieder sichtbarer.

Mehr Lebensqualität

Das Gefühl, das Leben aktiv mitzuerleben, das Schaffen gemeinsamer Erinnerungen, der Austausch von Lebensgeschichten, die gemeinsamen Glücksmomente von Pilot*innen und Passagier*innen und der aktiv gestaltete Alltag steigern die Lebensqualität der Passagier*innen. Die Rikschafahrten sind eine Bereicherung – für alle Beteiligten.

Verbessertes gesundheitliches Wohlbefinden

Die Rikschatouren wirken der Vereinsamung und dem Gefühl des Ausgeschlossen seins entgegen. Sie schenken Freiheit, Teilhabe und Nähe. Das hat gerade für Menschen mit körperlichen, seelischen oder kognitiven Einschränkungen positive Auswirkungen auf den Gesundheitszustand. Die Rikschafahrten sind gut für Körper und Geist und vor allem für die Seele.

Was bieten wir?

Das Konzept der Rikschas soll in ganz Oberfranken verbreitet werden. Deshalb sucht die Adalbert-Raps-Stiftung mit dieser Förderausschreibung Organisationen, die Lust haben, mit einer eigenen Rikscha mobilitätseingeschränkten Personen mehr Lebensqualität zu schenken. Die unter den Bewerbungen ausgewählten Organisationen erhalten:

  • die Finanzierung der Anschaffungskosten der Rikscha
  • Informationen zu nötigem Versicherungsschutz, Übersicht laufender Kosten
  • Qualifizierung der Kapitän*innen und Bereitstellung von Schulungsunterlagen, Vorlagen, Checklisten usw. für die Ausbildung weiterer Pilot*innen
  • Netzwerk „Rikschas in Oberfranken“ (Plattform für Erfahrungsaustausch)
  • Workshops zum Thema „Neue Engagierte gewinnen und halten“ und „Fundraising“ für die Aufgaben der Akquise von Freiwilligen und der Übernahme von laufenden Kosten wie Versicherung, regelmäßige Wartung, Reparaturen
  • Unterstützung bei der Erarbeitung eines Nutzungskonzepts
  • Unterstützung bei der Erarbeitung eines Konzepts zur Freiwilligenakquise
  • Projektkoordination und feste Ansprechperson bei allen Fragen rund um die Aktion
  • Beispiel eines Hygienekonzepts

Was erwarten wir?

Voraussetzung für die Bewerbung sind:

  • feste Ansprechperson(en) für die Umsetzung (Schulung der Engagierten, Ansprechperson(en) für die Stiftung und unsere Kooperationspartner*innen zur Abwicklung der Förderpartnerschaft
  • Bereitstellung eines sicheren Abstellplatzes
  • Bereitschaft zur langfristigen Umsetzung des Projekts
  • Bereitschaft zur Teilnahme an den Workshops
  • Bereitschaft zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Bereitschaft zur Evaluation (Organisation und Durchführung übernimmt die Adalbert-Raps-Stiftung)

Als Teil der Förderpartnerschaft:

  • Erarbeitung einer geeigneten Finanzierung der laufenden Kosten der Rikscha (Versicherungen, regelmäßige Wartung, ggf. Reparaturkosten) über z.B. Eigenmittel oder ein geeignetes Fundraisingkonzept
  • Erarbeitung eines Nutzungskonzepts
  • Erarbeitung eines Konzepts zur Akquise von Pilot*innen
  • Klärung des Versicherungsschutzes

Hinweis: Ein Finanzierungs- und Nutzungskonzept sowie ein Konzept zur Akquise und dem Management von Freiwilligen erarbeiten wir mit den ausgewählten Förderpartner*innen gemeinsam in Workshops. Es ist hilfreich, wenn bereits vor der Förderpartnerschaft Ideen zur Finanzierung, Nutzung und dem Freiwilligenmanagement vorhanden sind, es muss aber mit der Bewerbung kein finales Konzept vorliegen.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich soziale und gemeinnützige Organisationen aus der Region Oberfranken, die mobilitätseingeschränkten Menschen (Bewegungs-)Freiheit, Lebensfreude und Lebensqualität schenken möchten. Das können zum Beispiel sein:

  • Senioren- und Pflegeeinrichtungen
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
  • Wohlfahrtsverbände
  • Stadtteil-/Familienzentren oder Mehrgenerationenhäuser
  • Seniorenbüros, Seniorentreffs
  • Kirchengemeinden
  • Vereine
  • Städte, Gemeinden, Kommunen

Es können sich auch Interessensgemeinschaften/Privatpersonen bewerben, die eine Rikscha betreiben möchten und bereit sind, dazu einen neuen Verein zu gründen oder sich an bestehende Vereine/Organisationen anzudocken.

Wie kann man sich bewerben und wie läuft die Bewerbung und Auswahl ab?

Für die Bewerbung müssen Sie das Bewerbungsformular ausfüllen. Hier fragen wir Angaben zu Ihrer Organisation und den vorhandenen Gegebenheiten ab. Das Projektteam nimmt dann Kontakt zu Ihnen auf, um in einem persönlichen Gespräch offene Fragen zu klären und Sie kennenzulernen. Wir wählen pro oberfränkischem Landkreis und kreisfreier Stadt (Hinweis: Landkreise und deren kreisfreie Städte werden einzeln gewertet) einen geeigneten Standort aus. Insgesamt können also maximal 13 oberfränkische Rikscha-Standorte gefördert werden.

Das ausgefüllte Bewerbungsformularsenden Sie an info@raps-stiftung.de. Sie haben noch Fragen oder benötigen Hilfe? Dann wenden Sie sich an Tina Beeg oder Christiane Bamberger.

Wie gestaltet sich der zeitliche Ablauf?

Bewerbungsphase: Die Förderausschreibung ist ab dem 20. Juli 2021 gültig. Bewerbungen werden bis zum 31. August 2021 entgegengenommen.

Auswahlphase: Vom 01. bis 15. September 2021 werden alle im Rahmen der Bewerbungsphase eingegangenen Bewerbungen auf die Erfüllung der Teilnahmebedingungen geprüft, es werden Telefonate mit geeigneten Bewerber*innen geführt und schließlich die 13 Rikschastandorte durch das Projektteam ausgewählt.

Startphase: Ab Mitte September 2021 startet die Förderpartnerschaft. Ausgewählte Rikschastandorte werden benachrichtigt und es folgt eine Auftaktveranstaltung für alle oberfränkischen Rikschastandorte zur Vernetzung und Klärung des weiteren Vorgehens.

Verstetigung- und Aufbauphase: Ab Oktober 2021 startet die Verstetigung und der Aufbau der neuen Rikscha-Standorte. In dieser Phase finden die Kapitänsschulungen, Workshops zu den Themen „Frundraising“ und „Neue Freiwillige gewinnen“ sowie die Ausarbeitung eines Konzepts zum Freiwilligenmanagement und eines Nutzungskonzepts statt.

Rikschas für Oberfranken Förderausschreibung zeitlicher Ablauf

Informations- und Bewerbungsunterlagen zum Download:

Rikschas für Oberfranken: Seniorin füttert Ente
Seniorenrikscha, ©Diakonischen Werk Bamberg-Forchheim e.V.
Rikschas für Oberfranken Seniorin isst Eis
Seniorenrikscha, ©Diakonisches Werk Bamberg-Forchheim e.V.