"Wetten, dass ... ?!"

Adalbert-Raps-Stiftung setzt sich mit der "sozialen Wette" für den Gewinn ehrenamtlich Engagierter ein

1.10.2020

„Wetten, dass Eure Organisation es nicht schafft, innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten mindestens drei neu Engagierte zur Unterstützung Eures Angebots zu gewinnen?!“ – Mit dieser Wettansage fordert die Adalbert-Raps-Stiftung gemeinnützige Organisationen in Oberfranken heraus neue Unterstützer für das Ehrenamt zu finden und setzt sich somit einmal mehr für die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in der Region ein.

„Soziale Wette“ zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements

Die Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements und damit verbunden die Stärkung der sozialen Teilhabe in Oberfranken hat für die Adalbert-Raps-Stiftung oberste Priorität. Die Initiative „soziale Wette“ macht dies einmal mehr deutlich: Die Stiftung wettet, dass Organisationen es innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten nicht schaffen, mindestens drei neu Engagierte zur Unterstützung ihres Angebots zu gewinnen. Ganz im Sinne des Gamificiation-Ansatzes, welcher der Motivationssteigerung dient, fordert die Stiftung Organisationen mit ihrer Wettansage dazu heraus, aktiv nach möglichen Unterstützern zu suchen und diese für das jeweilige Ehrenamt zu begeistern. Wie bei einer Wette üblich, geht es auch bei der „sozialen Wette“ der Adalbert-Raps-Stiftung um einen attraktiven Wetteinsatz in Form der finanziellen Unterstützung in Höhe von bis zu 1.400 Euro pro Wette. Wird die Wettbedingung mit dem dritten gewonnen Ehrenamtlichen erfüllt, erhält die Organisation eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 500 Euro. Für jeden vierten bis sechsten gewonnen Ehrenamtlichen spendet die Stiftung zusätzlich 100 Euro und für jeden siebten bis zehnten neuen Unterstützer sogar 150 Euro. Der Wetteinsatz steht der Organisation im Sinne ihrer Zwecke zur freien Verwendung zur Verfügung, er darf jedoch nicht zur Vergütung der Ehrenamtlichen ausgegeben werden.

Wettpartner werden und profitieren - So funktioniert`s:

Noch bis Ende des laufenden Kalenderjahres können sich gemeinnützige Organisationen mittels formloser Interessensbekundung als Wettpartner unter info@raps-stiftung.de, Ansprechpartnerin Tina Beeg, bei der Adalbert-Raps-Stiftung bewerben. Voraussetzung dabei ist es, dass der Wirkungskreis der jeweiligen Organisation in Oberfranken liegt und diese mit ihren Angeboten und Leistungen die soziale und gesellschaftliche Teilhabe ihrer Zielgruppe stärken. Nach positiver Prüfung dieser Voraussetzung und einer Zusage seitens der Stiftung gilt es dem Wettpartner lediglich noch einen Steckbrief zur Organisation und deren Engagement auszufüllen. Der Wettzeitraum wird anschließend gemeinsam mit dem Wettpartner vereinbart und erstreckt sich ab dem Startdatum über drei Monate, wobei dieses zwingend im laufenden Kalenderjahr 2020 liegt. Für die Gewinnermittlung ist entscheidend, wie viele Engagierte insgesamt pro Organisation neu gewonnen werden konnten. Zu den neu Engagierten zählen dabei auch Unterstützer, die bislang nur passive Mitglieder, ideele Unterstützer o.Ä. waren und sich nun aktiv engagieren möchten, sowie bereits in der Organisation aktive Mitglieder, die ein neues Amt übernehmen oder in einem neuen Aufgabenbereich/Projekt mitwirken. Als Wettnachweis gilt es den teilnehmenden Organisationen spätestens bis 14 Tage nach Wettende Fotos der gewonnenen Engagierten im jeweiligen Aufgabenbereich einzureichen sowie eine entsprechende Aufgabenbeschreibung. Die Wettpartnerschaften sind vorläufig auf zehn Stück beschränkt und werden nach Eingang der Bewerbungen vergeben.

Seniorenzentrum Katharina-von-Bora: Ideengeber und erster Wettpartner

Die ursprüngliche Idee zur „sozialen Wette“ stammt allerdings nicht von der Stiftung selbst, sondern von Herrn Michael Wagner, Einrichtungsleiter des Seniorenzentrums Katharina von Bora des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim e.V. Während er seine Wette im vergangenen Jahr auf kleinster Ebene mit dem Vorstand des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim e.V. Herrn Dr. Kern und dem Bundestagsabgeordnete Hr. Dremel einging und diese für sich entscheiden konnte, wandte er sich in diesem Jahr an die Adalbert-Raps-Stiftung. Der Hintergrund: Aufgrund der zu geringen Anzahl aktiver Unterstützer für das Projekt „Seniorenrikscha“ ist es sein erklärtes Ziel, die Zahl der ehrenamtlich Aktiven auch bis Ende 2020 gemeinsam mit seinem Team von fünf auf fünfzehn zu verdreifachen. Die Wette mit symbolischen Wetteinsatz sollte dabei einen größeren Anreiz schaffen. Der Stiftung selbst, die es sich eben zur Aufgabe gemacht hat, das bürgerschaftliche Engagement zu stärken, gefiel dieser Ansatz jedoch so gut, dass sie hervorgehend aus der einstigen Idee die Initiative „soziale Wette“ ins Leben rief. Unter der Schaffung eines finanziellen Wetteinsatzes ist diese nun für alle gemeinnützigen Organisationen Oberfrankens zugänglich. Das Seniorenzentrum Katharina-von-Bora ist somit natürlich nicht nur Ideengeber, sondern seit dem 01. September 2020 auch offiziell der erste Wettpartner der Adalbert-Raps-Stiftung.