Kreative Ideen und spannende Inputs

Nachbericht zum Social Entrepreneurship Camp an der Uni Bayreuth vom 22.-24. November 2017

Vom 22. bis 24. November 2017 fand in Zusammenarbeit mit der Hilfswerft gGmbH ein weiteres Social Entrepreneurship Camp an der Universität Bayreuth statt. Mit an Bord war außerdem die Cool Ideas Society sowie rund 25 Studierende aus verschiedenen Fachbereichen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren neugierig zu erfahren, wie man soziale Herausforderungen unternehmerisch angehen und innovativ lösen kann. Außerdem mit dabei: Zahlreiche Speaker aus der Praxis! Sie vermittelten den Studierenden aus ihrer eigenen Erfahrung heraus, worauf es bei der Gründung und beim Aufbau eines Sozialunternehmens ankommt.

Tag 1 – Mittwoch, 22. November 2017

Den Auftakt bildeten wir mit Kennenlernen und inhaltlichem Aufschlag in einem Wirtshaus in der Bayreuther Innenstadt. Für dieses Camp in Bayreuth wurde der Fokus auf den Sozialraum Oberfranken gesetzt: Dabei wurde die Frage behandelt, wie man diesen durch soziales Unternehmertum stärken könne. Dafür bezogen wir uns auf unsere Studie "SozialRaum Oberfranken". In dieser wurden drei benachteiligte Kerngruppen (geflüchtete Menschen, junge Erwachsene und Senioren) als wichtige Herausforderungen in der Region herausgearbeitet.
 

Tag 2 – Donnerstag, 23. November 2017

 

Warm-up am Morgen

Am zweiten Tag stand neben einem Warm-up-Spiel zunächst die Gruppen- und Themenfindung auf dem Programm für die Studierenden. Danach berichtete Sebastian Norck von der Universität Bayreuth über die Stadt- und Regionalentwicklung in Oberfranken. Anschließend schulten unsere Kollegen von der Cool Ideas Society die Studierenden in den Thematiken Problemerkundung und Lösungsansätze definieren, bevor Andreas Mendel seine Unternehmung, die Initiative gesunder Betrieb GmbH, als gelungenes Praxisbeispiel einer sozialen Firma vorstellte. Des Weiteren waren Roman Schlie und Fabian Jakoby von der
Studenteninitiative Enactus und Torsten Conrad vom Gründerforum zu Besuch.
Frank Alexander Kühne, Vorstand Adalbert-Raps-Stiftung
Frank Alexander Kühne, Stiftungsvorstand Adalbert-Raps, gab zuletzt einen Überblick der Stiftungslandschaft und den Fördermöglichkeiten. Vielleicht hat das ein oder andere Team ja Glück und stellt einen erfolgreichen Förderantrag bei der Adalbert-Raps Stiftung.
Nach diesen Inputs, sowie verschiedenen Arbeitsphasen, wie, z.B. zur Wirkungslogik und zu den einzelnen Elementen des Lean Impact Canvas, neigte sich auch der zweite Tag des Camps zum Ende.
 

 

Tag 3 – Freitag, 24. November 2017

Der letzte Tag eines Camps gehört für uns immer zu den spannendsten, da hier die Studierenden ihre eigenen Unternehmensideen in Pitches vorstellen. Diese werden dann von einer ausgewählten Jury bewertet. Doch bevor dieser Endspurt angegangen wurde, gab es noch weitere Inputs. Die Cool Ideas Society sprach über Annahmen und die Überprüfung dieser. Außerdem war Sebastian Zezulka zu Gast und berichtete über Hindernisse und Herausforderungen bei dem Projekt auf ein Treffen mit.
Danach startete die Endphase: Die Pitches. Nach einer letzten kurzen Arbeitsphase wurde es ernst für die Gruppen. Sie hatten fünf Minuten Zeit ihre Idee einer Jury vorzustellen und mussten sich dann den Fragen stellen. Anhand der Kriterien Innovationsleistung, Realisierbarkeit oder Skalierbarkeit bewerteten Carsten Lessmann (Hilfswerft), Michael Wunsch (Cool Ideas Society), sowie Dr. Petra Beermann & Christoph Buck von der Uni Bayreuth die Ideen.
 

Die Ideen der Studierenden

Die Geschäftsmodelle der Studierenden waren alle auf technischer Basis. Eine der Gruppen hatte die Idee einer regionalen Jobbörse, welche online und auch mit dem Netzwerk YouTube verbunden sein sollte, um den Fachkräftemangel zu lindern und junge Leute in der Region zu halten. Weitere Studierende haben sich des Themas Mobilität angenommen und Teile einer Mitfahrzentrale via App entwickelt. Um die Flexibilität der Fahrer nicht zu sehr zu beanspruchen und die Wartezeiten der Mitfahrer kurz zu halten, sollen sog. Basisstationen angefahren werden (z.B. ein Café in einer Kleinstadt, eine Tankstelle mit Café etc.), die als Netzwerk-Knotenpunkte in der Region dienen – quasi ein ZOB mit der Möglichkeit, Wartezeiten angenehm zu verbringen. Eine weitere Idee war, Flüchtlinge über Angebote (z.B. Rasenmähen) in kurze Beschäftigungen zu bringen – auch um Kontakte vor Ort aufzubauen und kulturelle Grenzen zu überwinden.Einen weiteren Vermittlungsansatz gab es für gut qualifizierte Rentner, die den Unternehmen weiterhin eine Hilfe sind (Stichwort: Fachkräftemangel). Da die Rentner nur geringe Summen dazu verdienen können / möchten, bietet es sich an, dass das profitierende Unternehmen neben dem Lohn eine Spende an die Institution der Wahl des Rentners überweist.Alle Ideen hatten interessante Ansätze und wir hoffen, dass sich aus den Modellen weitere Entwicklungen und Potentiale für die Region Oberfranken ergeben können.Es war ein tolles Camp, mit interessanten Ideen und spannenden Inputs. Bei allen Referenten, den Studierenden, unseren Kollegen der Cool Ideas Society, sowie der Adalbert Raps Stiftung möchten wir uns nun bedanken: Für Inputs, die gute Arbeitsatmosphäre und inhaltliche, sowie allgemeinen Unterstützung, die dieses Camp zu einem tollen Event gemacht haben! 

(Julia Thieme, Hilfswerft gGmbH)