Insgesamt 50.000 Euro für Parkinson-Betroffene und -Forschung

Er war Ehrenbürger der Stadt Kulmbach, lange Jahre Geschäftsführer des weltweit agierenden Gewürz- und Ingredienzienherstellers RAPS und Vorsitzender der Adalbert-Raps-Stiftung: Horst Kühne verstarb vor einem Jahr an den Folgen seiner Parkinson-Erkrankung. Nun bedankt sich seine Familie bei all jenen, die der Bitte um Spenden für Parkinson-Betroffene in der Region nachgekommen sind. Gleichzeitig verdoppelt die Adalbert-Raps-Stiftung den Betrag und unterstützt damit laufende Forschungstätigkeiten zu der fortschreitenden, bislang unheilbaren Krankheit.


In der Region wurde Horst Kühne nicht nur als Unternehmer und Stiftungsvorstand geschätzt. Vielen Menschen war auch seine Haltung Vorbild, mit der er seine Erkrankung über viele Jahre hinweg getragen hatte. Deshalb baten seine Angehörigen anlässlich seines Todes am 1. Februar 2017 um Spenden für an Parkinson erkrankte Menschen. „Die Resonanz auf unsere Bitte war überwältigend und berührt uns sehr. Auch persönlich haben wir viel Zuspruch erhalten. Dafür möchten wir gerne Danke sagen,“ erläutert Annegret Kühne, die Ehefrau des Verstorbenen.

Spenden gehen an die Regionalgruppen Bayreuth und Bamberg der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V.

Mehr als 21.000 Euro sind an Spendengeldern zusammengekommen. Die Adalbert-Raps-Stiftung rundete die Summe auf 25.000 Euro auf, die je zur Hälfte an die Bayreuther und Bamberger Regionalgruppen der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. weitergeleitet wurden. So kommt die Unterstützung direkt bei Betroffenen in der Region an. In den Regionalgruppen erhalten Erkrankte und Angehörige gleichermaßen individuelle Hilfestellung und Halt. In geschütztem Rahmen bieten die Gruppen Möglichkeiten zum Austausch, aber auch gemeinsame Aktivitäten und Informationsveranstaltungen an.

Adalbert-Raps-Stiftung verdoppelt Spendensumme für die Parkinson-Forschung

Darüber hinaus hat sich die Stiftung entschlossen, mit weiteren 25.000 Euro die Parkinson-Forschung am Universitätsklinikum Erlangen zu unterstützen. Horst Kühnes Sohn Frank Alexander, der 2014 den Vorsitz der Adalbert-Raps-Stiftung vom Vater übernahm, betont, dass in dieser Entscheidung insbesondere der Nachhaltigkeitsgedanke eine zentrale Rolle gespielt habe: „Wir sehen unsere Verantwortung nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft. Dies war auch meinem Vater immer besonders wichtig. Deshalb verdoppeln wir die zustande gekommene Spendensumme gerne, um damit die Forschung rund um die bis heute noch nicht heilbare Krankheit am Universitätsklinikum Erlangen zu fördern.“ In der Abteilung für Molekulare Neurologie erforscht hier ein Team um Prof. Dr. med. Jürgen Winkler die Mechanismen der Parkinson-Erkrankung. Die Wissenschaftler arbeiten daran, ein Krankheitsmodell zu entwickeln, die Verlaufsmechanismen von Parkinson im Gehirn zu untersuchen und neue therapeutische Ansätze zu etablieren. „Vielleicht können wir so dazu beitragen, dass für kommende Generationen eine Heilung von Parkinson möglich wird,“ hofft Kühne.


Den Beitrag der Bayerischen Rundschau finden Sie hier.